• slide

Content_la_palma_ErsteBerichte.jpgErste Berichte

Der altkanarische Name La Palmas lautete Benahoare. Er wurde der Insel von seinen Ureinwohnern gegeben, den Guanchen oder Benahoaritas. Woher dieses Volk stammt, weiß keiner genau, aber vermutet wird, dass es mit Booten etwa 2000 v. Chr. von Nordafrika her getrieben wurde. Beweise für diese Boote gibt es allerdings nicht, doch hat man bis heute noch keine andere Erklärung gefunden.

Analysen von Skelettfunden wie auch nordafrikanische Sprachreste unterstützen diese Theorie. Vermutlich sind die Benahoaritas mit den Berbern verwandt. Aus spanischen Erzählungen ist bekannt, dass sie hellhäutige, große, kräftig gebaute Menschen mit blauen Augen waren. Ihre Lebensweise kann keineswegs als primitiv beschrieben werden. Das steinzeitliche Volk besaß eine hoch entwickelte soziale Struktur.

Sie waren in verschiedenen Clans organisiert und teilten die Insel unter sich auf. Wichtigste Grundnahrungsmittel waren Milch, Butter, Ziegen- und Schweinefleisch. Schon bevor die Spanier auf den Inseln landeten, stellten sie Keramik her. Als Kleidung trugen sie Ledertuniken oder Unterhemden, die aus Binsen geflochten waren.

Heute kann man noch vereinzelte Wohnhöhlen besichtigen, in welchen sie wohl gehaust und die sie als Lagerstätte genutzt haben. Außerdem wurden Grabstätten, Steinwerkzeuge und seltsame, komplexe Steinritzungen gefunden, deren Bedeutungen unbekannt sind. Weiterhin führen über die gesamte Insel steingepflasterte Wege. Sie verbinden die verschiedenen Orte untereinander und werden Königswege (»camino real«) genannt.