Im 20. Jahrhundert

Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges leistete das republiktreue La Palma heftigen Widerstand gegen die Aufständischen. Dennoch unterlag es nach dem Staatsstreich von 1936 der militärischen Überlegenheit General Francos.
Bis zu seinem Tode 1975 regierte Franco Spanien, obwohl es 1947 offiziell zur Monarchie erklärt wurde. Ein König wurde erst nach Francos Tod eingesetzt. Bei diesem handelte es sich um den heute noch amtierenden Juan Carlos I., welcher auch die Demokratisierung Spaniens einleitete.
Schon vor der Regierungszeit Francos wurden die Kanaren in zwei Provinzen geteilt. La Palma gehört mit Teneriffa, La Gomera und El Hierro zur Westprovinz mit der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife. 1982 wurden den Kanaren schließlich die  Autonomie gewährt.

Wenige Jahre später trat Spanien der EG bei und stimmte somit deren Zollbestimmungen zu, wobei die kanarischen Inseln allerdings einen Sonderstatus bei Zoll- und Handelsvereinbarungen erhielten. Erst 1996 mit dem Übergang zur EU wurden einige diese Sonderregelungen wieder aufgehoben und La Palma musste ökonomische Einbußen hinnehmen.
Doch der langsam wachsende Tourismus konnte weitere Krisen La Palmas abwenden. Bereits Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts besuchten die ersten Engländer die Insel gelegentlich für ihren Urlaub. Allerdings kam dieser Tourismus bereits 1960 wieder beinahe zum Erliegen. Als jedoch 1980 der Massen- und Chartertourismus seinen Eingang auf Teneriffa und Gran Canaria fand, profitierte auch La Palma.
Seit Ende der 80er Jahre der palmerische Flughafen für den internationalen Flugverkehr erweitert wurde, stiegen auch die Besucherzahlen auf der Insel. Massentourismus wie auf Gran Canaria oder Teneriffa ist La Palma jedoch bis heute erspart geblieben.
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