Verwaltung nach der Eroberung

Am 3. Mai 1493, dem »Tag der Erhebung des Heiligen Kreuzes«, wurde Santa Cruz de La Palma von Fernández de Lugo gegründet. Die neue Hauptstadt entstand an dem Ort, an welchem sich die altkanarische Siedlung Apunyon (auch Auprón genannt) befunden hatte.
Als La Palma im 16. Jahrhundert das Privileg erhielt, mit Amerika Handel zu treiben, wurde Santa Cruz de La Palma schnell zur wichtigsten Hafenstadt Spaniens. Gleichzeitig wurde die Stadt jedoch auch zu einem verlockenden Ziel für Piraten. Bei einem besonders zerstörerischen Überfall 1553 unter dem Franzosen Francois Le Clerc wurde alles, was nicht mitgenommen werden konnte, niedergebrannt. Die Bewohner ließen sich dadurch nicht entmutigen und bauten ihre Stadt nun noch viel prächtiger auf. Zum Glück wurde dabei auch viel Wert auf Verteidigungsanlagen gelegt. So konnte 1585 der Invasionsversuch unter dem Engländer Francis Drake erfolgreich verhindert werden.

Immer mehr Geschäftsleute wurden von der Stadt angezogen und Santa Cruz de La Palma wurde ein florierender Handelsort. Auch heute sieht man den Einfluss dieser Zeit an vielen fremdländisch klingenden Straßennamen. Besonderen Einfluss nahmen niederländische Händler, welche mit ihren Gebäuden auch die Farbwelt der Stadt prägten.
Erst der Erlass aus dem Jahre 1657 führte zum wirtschaftlichen Niedergang des Handelszentrums. Er besagte, dass sich alle Schiffe auf dem Weg nach Amerika in Teneriffa registrieren und dort ihr Abgaben leisten müssen. Der Handelsverkehr nach Santa Cruz de La Palma kam damit beinahe zum Erliegen.
Obwohl 1778 König Carlos III. den Amerikahandel für alle spanischen Häfen freigab, konnte sich die Insel nur schwer gegen Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria behaupten.
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