Wasserversorgung

Eine Knappheit an Wasser kennt La Palma nicht. Weder an Qualität noch an der Menge lassen sich irgendwelche Mängel finden. Lange Kanäle leiten das Wasser von Reservoir zu Reservoir und von den Bergen in die Täler, alles mit einem einzigartigen Bewässerungssystem.
Die Wasserrohre sind überall auf der Oberfläche La Palmas verlegt. Eine Ordnung scheint dabei nicht erkennbar. Doch unterliegen diese Wasserrohre durchaus einem System. Einmal gewonnenes Wasser wird aus einer gefassten Quelle oder Galerie, einer fast waagrechten Stolle, abgeleitet. Die Quellen und Stollen befinden sich in höheren Lagen weshalb Pumpen nicht notwendig sind. Das Wasser muss einfach nur den Berg hinunter fließen.

Vor allem der Westen profitiert davon. Sonst wäre es hier sehr trocken und die riesigen Bananenplantagen könnten nicht so optimal heranwachsen wie sie es heute tun. Er wird neben den künstlich angelegten Wasserrohren jedoch auch durch den natürlichen Abfluss der
Caldera
Caldera

(dt.: Kessel). Der dem Spanischen entlehnte geologische Fachbegriff bezeichnet einen Einsturzkrater oder Sprengtrichter mit kesselförmiger Struktur. Dabei wird der Vulkankegel größtenteils zerstört.

de Taburiente – dem
Barranco
Barranco

Tiefe, durch Erosion gebildete Schluchten im Bereich vulkanischer Steilhänge. Bei Regenfällen oft Wasser führend.

de las Angustias – mit Wasser versorgt.
Erst seit kurzem wurde die Wasserverteilung in öffentliche Hand genommen. Alle der 14 Gemeinden besitzen nun direkte Wasserleitungen mit Wasseruhren. Es ist eine monatliche Grundgebühr üblich, die für eine bestimmte Menge Wasser gilt. Überschreitet man diese, wird jeder weitere Kubikmeter stufenweise abgerechnet. Je mehr, desto teurer wird er. Damit soll verhindert werden, dass das Gemeindewasser zu Bewässerungszwecken verwendet wird.
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