Der Nationalpark im Herzen La Palmas

La Caldera de Taburiente entstand durch das Zusammenwirken zweier geologischer Phänomene: der Erhebung und dem anschließenden Einsturz von Vulkanen einerseits und Erosion andererseits. Der beeindruckende Erosionskrater mit einem Durchmesser von 8 Kilometern und einer Tiefe von 1.700 Metern ist auf Grund seiner einzigartigen Naturlandschaft seit 1981 offiziell ein Nationalpark.
Mit seinen sagenumwobenen Schluchten, schroffen Felsen, ausgedehnten Kiefernwälder, reißenden Bächen und Quellen und der speziellen Entstehungsgeschichte, ist er ein Traumgebiet für Geologen, Vulkanologen, Botaniker und Zoologen, aber natürlich auch für Wanderer. Von einfachen Wanderungen bis hin zu anspruchsvollen Tagestouren oder auch Übernachtungsmöglichkeiten unterwegs, bietet er alles was der Naturliebhaber sich wünschen kann.

Neben der kanarischen Kiefer findet sich noch mehr endemische Vegetation in der Caldera. Von Farnen über kanarische Drüsenginster zu Zedern, Baumheiden, dem Gagelbaum und Harzklee wächst hier so ziemlich alles. Genauso ist die Fauna etwas ganz besonderes. Es sind hier vor allem typische Brutvögel, der Turmfalke, die Graja (palmerische Alpenkrähe), die Amsel oder der palmerische Buchfink (Pinzón) heimisch.
Den besten Zugang zum Kessel bekommt man über den aufregenden »Barranco de las Angustias« (Schlucht der Todesängste). Weitere schöne Aussichten bietet auch der Bergsattel La Cumbrecita in der Südosthälfte des Parks. Der höchste Punkt kann ist der Roque de los Muchachos (2.426 m). Von hier aus kann man die atemberaubende Sicht über die Passatwolken genießen. Hier, auf dem höchsten Berg der Insel gibt es sogar hin und wieder Schnee. Man sollte sich also besser warm anziehen.