Cascada de Colores & Roque Idafe

Von einem schwer zugänglichem Felsplateau ragt der eigenartige Roque Idafe nadelförmig 100 Meter in die Höhe. Bei diesem Anblick kann man sich nur zu gut vorstellen, warum die Ureinwohner ihn als Heiligtum verehrten.
Der Monolith aus Basalt stellt den übrig gebliebenen Rest eines Vulkankegels dar. Seine spezielle Form lässt ihn sehr instabil wirken, weshalb ihm die
Guanchen
Guanchen

bedeutet in der Sprache der Ureinwohner Teneriffas soviel wie »Söhne Teneriffas«. Heute gebräuchliche Sammelbezeichnung der vorspanischen Bewohner des Kanarischen Archipels.

Opfergaben brachten. Sie sahen ihn als Stütze zwischen Himmel und Erde und hatten Angst, dass er abbricht. Funde zum Beweis dieser Theorien sind allerdings nicht bekannt.
Der Roque Idafe selbst ist unzugänglich und man betrachtet diesen lieber aus der Ferne, wie er aus dem Nichts in den Himmel empor sticht. Ein Stück unterhalb findet sich im
Barranco
Barranco

Tiefe, durch Erosion gebildete Schluchten im Bereich vulkanischer Steilhänge. Bei Regenfällen oft Wasser führend.

de Las Rivanceras die Cascada de Colores.
Der »Wasserfall der Farben« ist ein ganz besonderes Naturschauspiel. Die Wände wurden von dem sehr mineralhaltigen Wasser in leuchtende Farben versetzt.

Von rostroten Stellen, über orange-glänzende bis hin zu knallgelben, ergibt sich ein einzigartiges Farbspiel. Andere Stellen hingegen sind mit Moos bewachsen und dadurch algengrün gefärbt. An manchen Tagen trägt selbst das Wasser einen gelben Schimmer.
Um den Wasserfall zu finden, folgt man dem Flusslauf des Rio Almendro Amargo bis der ockergelbe Zufluss Rivanceras zufliesst. Man geht in diesem durch das Bachbett weiter nach oben. Trockene Füße können dabei nicht versprochen werden, aber der Abstecher ist es auf jeden Fall wert.
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