Die Petroglyphen

Als die Spanier die kanarischen Inseln eroberten, kannten die Einheimischen keine Schrift. Jedoch sind viele Plätze mit Zeichnungen, Gravuren und Symbolen auf Felsen bekannt. Sie wurden von den
Guanchen
Guanchen

bedeutet in der Sprache der Ureinwohner Teneriffas soviel wie »Söhne Teneriffas«. Heute gebräuchliche Sammelbezeichnung der vorspanischen Bewohner des Kanarischen Archipels.

mit spitzem Stein in den Fels geritzt oder gemeißelt.
Auf La Palma gibt es nicht nur die meisten Fundorte, sondern dort wurden auch die ersten Felsgravuren des Kanarischen Archipels entdeckt.
1752 stieß man auf die ersten Felsritzzeichnungen in der Cueva Belmaco bei Mazo. Dieser ist ein oft besuchter Fundort auf der Insel. Er besteht aus zehn Höhlen, welche früher als Häuser genutzt wurden.

Es gibt rund 50 Fundstellen auf La Palma, die vor allem im Nordwesten der Insel liegen. Neben der Cueva Belmaco gelten auch die Fundstätten von La Zarza und La Zarcita bei Garafía und von La Fajana bei El Paso zu den bekanntesten der Insel. Der Höhlenkomplex von La Zarza und La Zarcita zwischen den beiden Schluchten La Mata und Hoyo Negro kann heute als der Kulturpark »La Zarza y La Zarcita« besichtigt werden.
Die Felsritzzeichnungen sind meist spiral- oder mäanderförmig, es gibt aber auch einfach Kreise, Linien und Ovale. Was genau sie bedeuten bleibt bis heute ein Mythos. Vermutet wird, dass sie religiösen Zwecken dienten, wie der Verehrung der Sonne, des Mondes oder des Wassers. Vor allem letzteres ist sehr nahe liegend, da sich viele Fundstätten an Quellen befinden. Andere wurden an Höhlen und Kultstätten gefunden. Häufig werden sie auch mit Funden aus der Bretagne oder Nordafrika verglichen.
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