Infrastruktur

Der internationale Flughafen von La Palma soll weiter ausgebaut werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wird er von mehreren Fluglinien direkt angeflogen. Aus Deutschland bieten unter anderem Condor, AirBerlin und Germania mehrmals wöchentlich Direktflüge an. Daneben gibt es Direktflüge aus den Niederlanden, Belgien und Großbritannien. Zu den Nachbarinseln gibt es mehrere Flugverbindungen täglich, die etwa von Binter angeboten werden. Oft ist für Reisende mit Zeit ein Flug über Teneriffa preiswerter als die direkten Angebote, jedoch müssen die meisten in Teneriffa die Distanz zwischen dem Flughafen Süd und Nord per Bus oder Taxi bewältigen.
Das Straßennetz in La Palma ist in sehr gutem Zustand und auch abgelegene Orte können ohne Probleme erreicht werden. Durch den Bau eines 2,6 Kilometern langen zweiten Tunnel von der West- zur Ostseite behindert auch der LKW-Verkehr nicht mehr. Staus sind praktisch unbekannt. Mit dem öffentlichen Bussystem ist fast jeder Ort erreichbar. Autobahnen gibt es nicht. Es ist derzeit allerdings eine in Planung, die auf heftigen Widerstand der Insulaner stößt.

Der Seehafen in Santa Cruz de la Palma ist die wichtigste Anlaufstelle für Im- und Exporte und seit 2008 auch als EU-Außenhafen anerkannt. Dadurch können Schiffe aus Nicht-EU-Ländern direkt La Palma anlaufen und hier ihre Zollformalitäten erledigen. Kleinere regionale Häfen befinden sich in Puerto Tazacorte und Espindola in San Andres y Sauces.
Zwischen La Palma und Teneriffa/La Gomera gibt es tägliche Fährverbindung der Linien Fred Olsen und Naviera Armas. Mit der Trasmediterranea erreicht man in etwa 65 Stunden das spanische Festland. Zu Teneriffa und Gran Canaria bietet sie ebenfalls wöchentliche Verbindungen an.
Eines der weltweit größten Sternenwarten, das Observatorio Astrofísico, befindet sich auf dem Roque de los Muchachos, dem höchsten Berg der Insel (2.426 m). Im Moment sind circa 60 Institute und Einrichtungen aus 19 Ländern an diesem Projekt beteiligt, darunter auch Deutschland.
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