Tijarafe

Tijarafe liegt zwischen den beiden Schluchten Las Angustias und Garome im Nordwesten der Insel und bietet einige besonders schöne Aussichtspunkte. Eine spektakuläre Sicht bekommt man vom
Mirador
Mirador

Spanische Bezeichnung für einen Aussichtspunkt.

El Time
. Von hieraus überblickt man das gesamte Aridanetal. Mindestens genauso schön ist die Aussicht vom natürlichen Balkon, dem Hoya Grande.

Der Ortskern befindet sich an der Durchgangsstraße. Vom Zentrum aus gibt es einen Wanderweg zur berühmten Porís de Candeleria, der sogenannten Piratenbucht. Die Bucht hält, was ihr Name verspricht und ist in 1 ½ Stunden zu erreichen. Im 16. und 17. Jahrhundert war die Piratenbucht ein Zufluchtsort für Land- und Seeräuber. Durch eine eigene Wasserquelle konnten sich die Bewohner versorgen und überleben. Heute kann man noch Käfige, welche der Affenhaltung dienten, sehen.
Für den Rückweg muss man sich allerdings auf wesentlich mehr Zeit einstellen, weil es dann nur noch bergauf geht. Man sollte sich in jedem Fall auf einen sehr beschwerlichen Fußmarsch vorbereiten. Alternativ lässt sich die Bucht auch über eine abenteuerliche Straße mit dem Auto anfahren.

Einen Besuch wert ist auch die denkmalgeschützte
Ermita
Ermita

Einsiedelei als Ort der Andacht und Kontemplation; auf den Kanaren werden auch Kapellen so bezeichnet.

del Buen Jesús oder die Iglesia de Nuestra Señora de La Candelaria. Letztere befindet sich im Ortskern und beherbergt den Schutzheiligen der Gemeinde. Der Hochaltar dieser Kirche wird einem spanischen Bildhauer aus dem 16. Jahrhundert zugeschrieben. Er verzierte den Altar mit Holzschnitzereien der Apostel und verschiedenen Gemälden der Rosenkranzspiele.

Zu Ehren der Schutzheiligen findet Anfang September jährlich das berühmte Teufelsfest, die Fiesta del Diablo, statt. Am Ende des Festes erscheint ein Mann in Teufelsgestalt, der mit Feuerwerkskörpern ausgestattet ist und solange tanzt bis alle erloschen sind. Dann läuft er weg. Diese Tradition soll den Sieg des Heiligen über das Böse darstellen.
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