Volcán de San Antonio & Teneguía

Die beiden Vulkane San Antonio und der Teneguía schließen die Vieja an der Südspitze der Insel ab. Während der erste Ausbruch des Volcán de San Antonio vor über 3.000 Jahren datiert wird, gilt die Eruption des Teneguía 1971 als der jüngste Vulkanausbruch La Palmas.
Der erste Ausbruch des San Antonio war mit einem großem Zerstörungspotential verbunden. Lange glaubte man er fand erst 1677 statt. Heute weiß man jedoch, dass sich in diesem Jahr lediglich vier neue kleine Krater am Fuß des San Antonios öffneten. Der eigentliche Hauptkrater bestand bereits einige tausend Jahre.

Die Lavaströme, die aus den neuen Ausbrüchen hervorgingen, begruben die Heilquelle Sante Fuenta unter sich. Da diese dem Ort Fuencaliente ursprünglich seinen Namen gab, wurde er jüngst in Los Canarios umbenannt. Die Ausbrüche des Vulkans ließen außerdem ausgedehnte neue Lavaplattformen im Meer entstehen.

Mit der Eruption des Teneguía, ganz an der südlichen Spitze La Palmas, wurden viele dieser Plattformen mit neuen Lavaströmen überschüttet. Sie begann am 26. Oktober 1971, als eine 300 Meter lange Spalte aufriss und große Mengen schnell fließender Lava ausspuckte. Am 18. November 1971 erlosch der Vulkan etwas abrupt.
Zu Schaden kamen während des Ausbruches zum Glück wenige, da sich die Lavamassen hauptsächlich ins Meer ergossen und dort neues Land erschufen. Zwei Menschen fanden allerdings den Tod. Dieser wurde bei beiden durch austretende giftige Gase des Vulkans herbeigeführt.
Die beiden Vulkane lassen sich vom kostenpflichtigen Besucherzentrum des San Antonio aus besteigen. Der San Antonio bietet herrliche Blicke über die Südspitze der Insel und ganz besonders auf den Volcán Teneguía. Wer den Teneguía erkunden will, kann die Piste bis zum Vulkan nehmen und sich den Eintritt für ein nicht ganz so tolles Besucherzentrum sparen. Der Weg vom Besucherzentrum zum Teneguía sollte nicht unterschätzt werden, er geht über 400 Höhenmeter und dauert inklusive Erkundung circa 2 bis 3 Stunden. Vom Parkplatz vor dem Vulkan braucht man eine Stunde um sich auf und im Kraterbereich zu bewegen.
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