Juan Adalid

Juan Adalid liegt weit weg von jeglicher Zivilisation im Nordwesten der Insel, in der Gemeinde Garafía. Der Ort grenzt das Naturschutzgebiet »Pinar de Garafía« mit seinem urzeitlichen Kiefernbestand ein. Das dazugehörige Naturreservat »Guelguén« zeichnet sich durch zahlreiche Trockenschluchten wie zum Beispiel dem
Barranco
Barranco

Tiefe, durch Erosion gebildete Schluchten im Bereich vulkanischer Steilhänge. Bei Regenfällen oft Wasser führend.

Magdalena aus. In diesem Küstenabschnitt findet man auch einige Naturschwimmbecken.
Bekannt ist der Ort Juan Adalid selbst vor allem für seinen Windpark. Sechs moderne Windräder zieren das Dorf. Der starke Wind hier ist ideal zur Stromerzeugung. Die Bäume neben dem Park legen sich flach an den Hang entlang, so als ob sie regelmäßig gekämmt werden würden.

Ansonsten ist die Natur beinahe unberührt. Nur wenige Häuser und eine einzige Straße gibt es dort. Die Straße wird gesäumt von drei Meter hoher Baumheide, welche mit der knöchel- bis kniehohen Heide aus den Gärten Nordeuropas verwandt ist. Das Gebiet ist insgesamt sehr grün und ruhig, mit viel Weideland am nah gelegenen Wasser. Um die Küste zu erreichen benötigt man allerdings mindestens einen Vierradantrieb oder sehr starke Beine.
Vom Ort aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die Küste bis hin nach Franceses und Barlovento. Auch einen Teil von Don Pedro wird man über eindrucksvolle Barrancos hinweg zu sehen bekommen.
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