Die Küstenlandschaft

Die schroffe Küstenlandschaft La Palmas lässt nur wenige kleine Buchten und schwarze Lavastrände zum Baden zu. Besser eignen sich die wildromantischen Steilhänge mit vielen tiefen Schluchten (Barrancos) zum Wandern.
Im Norden gibt es traumhafte Klippen und einige isolierte Höhlen. Sie bestehen zum großen Teil aus vulkanischem Gestein und sind teilweise sehr schwer zu erschließen. Die Buchten sind oft sehr felsig mit einer starken Brandung. Im Süden neigen sich die Vulkanhänge der etwas flacher ins Meer hinunter, weshalb man hier noch eher einen Platz zum Baden finden kann.
Hauptsächlich Sukkulenten wie Dickblattgewächse trifft man unter diesen Bedingungen an. Sie können in ihren dickfleischigen Stängeln oder Blättern genügend Wasser speichern um auf der trockenen warmen Küstenzone zu überleben. Der bekannteste Vertreter dieser Art ist die Kandelaberwolfsmilch, welche nicht mit einem Kaktus verwechselt werden darf.

Eine weitere Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse ist die Süße Taibaba (Taibaba dulce). Sie wächst selbst auf dem unwirtlichsten Lavafeld und wurde früher von den Ureinwohnern als Heilmittel genutzt.
Die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) ist einer der seltenen Bäume, die schon unter 200 Höhenmetern austreiben können. In den Höhen darüber trifft man auf den berühmten Drachenbaum der Kanaren und die großflächig angebauten Bananenplantagen, allesamt in Küstennähe.
Sehr viele schöne Wanderungen führen an den Küsten entlang und bieten einen phantastischen Blick über die wunderschönen Hänge und die beeindruckenden Brandungen des Meeres.
  • close
  • GEQUO Reisemagazin

    El Hierro – Auf dem Weg zum einzigen Nullmeridian

    Faro de Orchilla

    Seit Kolumbus wissen wir, hinter Punta de Orchilla geht die Reise weiter, auch wenn erst mal nicht viel mehr als Wasser kommt. Aber noch vor gut 2000 Jahren war an diesem äußersten Punkt El Hierros Schluss mit der damals bekannten Welt.

    Lanzarote – Die Geschichte des Salzes

    Salinas del Janubio

    Heutzutage erfüllen die Meerwassersalinen der Kanaren überwiegend touristische Zwecke. Die meisten der Anlage sind mittlerweile inaktiv, bestechen aber trotzdem mit einer skurrilen Optik

    Lagarto gigante – Die großen Echsen El Hierros

    Rieseneidechse

    Die heute auf El Hierro lebende Rieseneidechse Lagarto gigante galt lange Zeit als ausgestorben, bis 1972 ein Hirte eine Kolonie an der Steilwand Fuga de Gorreta bei Las Puntas entdeckte. Die Entdeckung erregte großes Aufsehen und die gefährdete Art wurde bald unter Naturschutz gestellt.

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    La Gomera – Die Pfeifsprache »El Silbo«

    Wie verständigt man sich über große Entfernungen, wenn es weder Telefon noch Internet gibt, keine Infrastruktur vorhanden ist und der Fußweg beschwerlich und aufwändig ist? Unwegsame Schluchten, dichte Urwälder und schroffe Felsen erschwerten die Kommunikation zwischen verschiedenen Orten bis hin zur Unmöglichkeit. El Silbo hieß die Lösung...