Die Weinbaugebiete

Man kann nur staunen wie gut die Weinreben auf der Vulkanasche der Insel La Palma gedeihen. Wie man vielleicht nicht vermutet, eignen sich diese Böden ideal zum Weinanbau. Vulkanasche weist einen hohen Mineralstoffanteil auf und speichert ausgezeichnet Feuchtigkeit. Auch die nötige Sonne scheint hier ja zur Genüge.
Im Wesentlichen kann man La Palma in drei Anbauzonen teilen: die Hoyo Mazo im Osten, dort gibt es vor allem weiße und rote Weine; Fuencaliente im Süden, hier gibt es überwiegend weiße trockene und süße Weine; und zuletzt die Weinbaugebiete im Norden der Insel, die vor allem für ihre Vielfalt an Weinen bekannt sind.
Von allen am berühmtesten ist wohl der Malvasía-Wein. Schon die englischen Königshäuser wussten ihn im 16. und 17. Jahrhundert sehr zu schätzen. Die erste bekannte Erwähnung des Weines stammt von einem britischen Weinhändler, der davon sprach, dass die besten Weine der Welt in Las Breñas, auf La Palma, gemacht werden, nämlich der Malvasía.

Nachdem dieser Wirtschaftszweig lange Jahre gelitten hatte, erlebte der Weinanbau einen neuen Aufschwung ab dem Jahr 1994. Seit dem werden die Weine mit einem speziellem Qualitätsprädikat ausgezeichnet. Palmerische Weine bekommen nun die gesetzliche Herkunftsbezeichnung »Denominicatión de Origen« und unterliegen besonderen Bedingungen bei der Herstellung.
Man sagt, dass die besten Weine der Insel aus Fuencaliente und Mazo kommen, wie auch der bereits erwähnte Malavasía. Er ist heute als trockener oder süßer Dessertwein der Spitzenklasse in einem bernsteingelbem Farbton zu bekommen. In Fuencaliente findet man gegenüber der Einfahrt zum Volcán San Antonio ein sehr schönes Weingeschäft.
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