Lorbeerwälder

Der gesamte Nordostteil war einst von einem riesigen Lorbeerwald bedeckt. Das subtropische Klima ist ideal für die immergrünen Feuchtwälder. Natürlich sind auch heute noch einige Reste davon übrig geblieben. Das größte zusammenhängende Lorbeerwaldgebiet La Palmas wird mit vollem Namen »El Canal y Los Tilos« genannt.
Aufgrund seiner weltweiten Einzigartigkeit wurde der Lorbeerwald von Los Tilos 1983 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Man findet die etwa 500 Hektar große Waldfläche im Talgrund des
Barranco
Barranco

Tiefe, durch Erosion gebildete Schluchten im Bereich vulkanischer Steilhänge. Bei Regenfällen oft Wasser führend.

del Agua in der Nähe von San Andrés y Sauces. Dort gibt es auch ein Informationszentrum in dem man Erklärungen zum Naturphänomen Laurisilva (Lorbeerwald) bekommen kann.
Mitten im Wald beginnen nun zahlreiche herrliche Wanderungen. Zunächst wird man erschrecken wie dunkel es unter den bis zu 30 Meter hohen Bäumen sein kann. Im Winter hängen die Passatwolken tief in den Bäumen und spenden sehr viel Feuchtigkeit. Man könnte sich nun eigentlich genauso gut im Urwald befinden.

Neben diversen Lorbeerarten, wie vor allem der Stinklorbeer oder der kanarischen Lorbeer, sind hier auch Verwandte der Palmen, Avocados und Ölbäume zuhause. Die Bäume sind mit Farnen, Moosen und Pilzen überwachsen. Doch auch die Fauna hat einiges zu bieten. Viele Vogelarten sind hier beheimatet, darunter auch endemische Arten wie die bekannte Lorbeertaube.
Außer Los Tilos gibt es noch einige bemerkenswerte Lorbeerwaldreste in etwas südlicher liegenden Barrancos um La Galga, zum Beispiel den Cubo de La Galga, wohin sich ein Spaziergang auch auf jeden Fall lohnen wird.
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