Kirchen – Santa Cruz de La Palma

Vor etwa 500 Jahren kamen Franziskaner- und Dominikanermönche auf die Insel und errichteten Klöster und Wallfahrtskapellen. Die Gebäude wurden nach und nach ausgebaut und vergrößert, weshalb sie heute verschiedene Bauepochen widerspiegeln. Im Inneren der Kirchen findet man ein einzigartiges Vermächtnis an Malerei und Bildhauerkunst der Renaissance und Gotik, die gewöhnlich unter flämischem Einfluss entstanden waren. Besonders sehenswert sind dabei die Mudéjar-Decken im Inneren der Gotteshäuser.
In der Iglesia de Santo Domingo gibt es davon ein wunderbares Beispiel. Die Kirche gehört zum einstigen Kloster San Miguel de las Victorias und beherbergt eine umfassende Sammlung flämischer Ölgemälde. Darunter befindet sich auch das berühmte »Heilige Abendmahl« von A. Francken.
Im Osten der Altstadt findet man das Franziskanerkloster. Es beherbergt das Inselmuseum »Museo Insular«. Zu dem Kloster gehört außerdem die Iglesia de San Francisco, die im Renaissance-Stil erbaut wurde. Sie besitzt ein besonders auffälliges kuppelförmiges Tafelwerk und die flämische Skulpturengruppe »Santa Ana«.
Außerhalb der Altstadt Santa Cruz de La Palmas sollte man unbedingt die Iglesia de Encarnación besichtigen. Dort gibt es ebenfalls eine wertvolle flämische Skulpturengruppe, die »la Anunciación« (die Verkündigung). Sie wurde aus polychromen Holz geschnitzt.
Das auffälligste und wichtigste sakrale Gebäude La Palmas jedoch liegt an der Plaza de España, inmitten der Hauptstadt Santa Cruz de La Palmas. Es handelt sich hierbei um die Iglesia de El Salvador. Mit dem Bau wurde zu Anfang des 16. Jahrhundert begonnen. Mit den Jahren wurde sie nach und nach erweitert. Außen findet sich ein angebauter Turm und ein Portal aus schwarzem Vulkangestein. Die Kirche ist in drei Schiffe eingeteilt, alle verfügen über die reich verzierten hübschen Holzdecken im Mudéjar-Stil. Eine zentrale Rolle spielt außerdem das Gemälde »die Verklärung« des Malers Antonio María Esquivel aus Sevilla. Es befindet sich auf dem Hauptaltar und stammt aus dem Jahre 1837.
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